Privatsphäre

Contra
Anonymität und Identifizierbarkeit abwägen »

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

... man auch im realen Leben nicht jedem, mit dem man sich beispielsweise unterhält, gleich den Personalausweis vor die Nase hält. Man sollte seine persönlichen Daten nur dann herausrücken müssen, wenn man es entweder selbst möchte oder dies z.B. für stark personenbezogene Dienste wie z.B. Bankkonten oder Versandhändler nötig ist.

Contra
Anonymität und Identifizierbarkeit abwägen »

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

Ich stosse mich an dem Satz "ob er einen Anlass für die Identifizierung gegeben hat". D.h. jeder Nutzer muss ständig identifizierbar sein, um bei Bedarf tatsächlich identifiziert zu werden. Ich halte es für nicht sinnvoll, bei allen Aktivitäten im Internet identifizierbar zu sein. Natürlich bin ich damit einverstanden, bei Vertragsabschlüssen meine Identität dem Vertragspartner offenzulegen. Hierzu hoffe ich übrigens auf den neuen elektronischen Personalausweis, der es mir bei Bedarf ermöglicht, meine Identität sicher nachzuweisen. Aber um in einem Forum Diskussionsbeiträge zu leisten, ist es wohl kaum nötig, meine wahre Identität nachvollziehbar zu machen. Falls ich dort kriminelle Absichten verfolge, gibt es reichlich Möglichkeiten, unerkannt zu bleiben. Die Identifizierbarkeit würde daher nur die harmlosen Nutzer betreffen - und gerade diese geben sichlich keinen "Anlass für die Identifizierung".

Contra
Anonymität und Identifizierbarkeit abwägen »

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

...erst die Anonymität, wie sie jetzt im Internet besteht, das ganze Potential für Kultur und Gesellschaft hervorbringt, welches das Internet heute auszeichnet. Kriminalität ist gebunden an der Auslegung der Gesetzeslage; diese muss sich nach kontinuierlicher Absprache, insbesonder mit den Antropologen, Psychologen und ähnlichen wissenschaftlichen Fachkräften, die die menschliche Natur erforschen, an eben dieser ausrichten und darf ihr keinesweges entgegen stehen, wie es oft der Fall ist. Die allgemeine Destruktivität ist resultat genau diesen Fehlers. Die beschneidung der Privatsphäre hat im besten Fall zur Folge, dass Symptome bekämpft werden können, nicht aber die Ursachen, welche so weiterhin bestand haben. Jede Art, das Internet, wie es sich heute darstellt, einzuschränken und seiner vorhandenen Anonymität zu berauben, empfinde ich als kontraproduktiv; denn in unserem bestehenden gesellschaftlichen Gefüge ist die Privatsphäre das höchste Gut, um Individualität zu gewährleisten; und somit auch unsere demokratie-anmutende, politische Ordnung!

Pro
Bewusstsein für gemeinsame Werte schärfen »

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich zu, weil...

Die Formulierung und der Inhalt klingt gut. Dies sollte aber nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für den Staat gelten, was bei der jetzigen Formulierung leider fehlt. Außerdem fehlt noch der Wert, bzw. das Gut der gesicherten Privatsphäre.

Contra
Anonymität und Identifizierbarkeit abwägen »

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

u.a. die Unterscheidung in "ob der Betroffene sich im privaten, sozialen oder öffentlichen Bereichen des Internets bewegt" nicht disjunktiv getroffen werden kann und hier ein Einfallstor für Beliebigkeit entsteht. Es ist gerade eine Begleiterscheinung des Internets, dass jene Unterscheidungen dort(!) hinfällig werden. Dies ist besonders bei dem Versuch augenfällig es aus intentionaler Sicht begründen zu wollen: Im Zweifelsfall ist jeder Bereich des Internets für mich privat, da ich dort private Dinge mache, die aus einem sozialen Bedürfnis entspringen, aber im Endeffekt trotzdem öffentlich einsehbar sind; bzw. vice versa usw. usf. Des Weiteren sind mir die Folgen daraus minder klar. Einmal ist der Bereich in dem ich mich bewege privat und ich äußere dort private Dinge, wie bspw. meine womöglich weniger charmante Meinung über eine Person aus meinem Bekanntenkreis, was ich dann an nur eine weitere andere Person aus meinem Bekanntenkreis richte; ein anderes Mal gebe ich für eine Transaktion eben mein Konto, d.h. private Daten an, die mit meinem finanziellen Vermögen verknüpft sind, um bspw. etwas zu erwerben. Obwohl beide Dinge rein privat sind, folgen aus ihnen andere Bedürftigkeiten hinsichtl. einer mehr oder eben weniger eindeutig notwendig zuordnenbaren Identität. Man muss das ganze nicht an die große Kategorie Indentität knüpfen, es geht auch einfacher, nämlich eben mit den unbedingt notwendigen Informationen für diese und jene Handlung, so wie es jetzt schon üblich ist.

Contra
Anonymität und Identifizierbarkeit abwägen »

Ich stimme dieser Aussage grundsätzlich nicht zu, weil...

... sie grundlegend an der Realität vorbeiformuliert ist und nicht zwischen Nutzer und Anbieter differenziert. Im alltäglichen Leben trägt man eben nicht dauerhaft ein Schild mit Name, Anschrift und Protokoll bisheriger Bewegungen vor sich her. Im Netz ist dies jedoch Normalität, der man sich nicht ohne zusätzlichen Aufwand entziehen kann. Die Möglichkeit, dies zu tun, muss für den Nutzer jedoch gewahrt bleiben. Grundsätzlich ist es in der realen Welt möglich, z.B. Beratungsstellen verschiedenster Art anonym und "unbeobachtet" aufzusuchen. Im Netz ist vergleichbares nur nach überwinden verschiedener Hürden möglich. Begründet werden solcherlei und viel gravierendere Hürden mit potentieller Kriminalität im Netz. Solcherlei Kriminalität ist aber weit überwiegend Anbieterkriminalität (z. B. seitens Anbietern illegaler Inhalte), die eine Beschneidung von Nutzerbedürfnissen nach Pseudonymität oder gar Anonymität nicht rechtfertigt. Rechtsgeschäfte bleiben von derlei Bedürfnissen im Netz wie im alltäglichen Leben unberührt, weil sie schlicht nicht anonym abgeschlossen können und werden. Anonymität ist weder im Netz noch jenseits davon schrankenlos, aber in beiden Bereichen gibt es Möglichkeiten des privaten und vollständig anonymen Rückzugs und muss es auch geben.

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