Ihre Antwort auf diese Frage:
Was ist aus Ihrer Sicht der Kern von Open Government?
Die Konsultation wird durchgeführt im Rahmen des Steuerungsprojektes
„Förderung des Open Government“ des IT Planungsrats
in Zusammenarbeit
mit Zebralog - medienübergreifende Dialoge.

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Zentrale, jedem bekannte und bewusste, konsolidierte, Prozess und Daten orientierte Schnittstelle zwischen Volk und Staat
Es sollte eine zentrale Adresse haben und auch die Wurzel zu den restlichen staatlichen Seite bilden, da es vom Charakter her, 'Die Schnittstelle zwischen Volk und Staat' darstellt.
Es sollte jedem bekannt sein und dies auch zyklisch wiederholend, wenn es den Kern des Austausches zwischen Staat und Volk darstellen soll. Hier ist das Problem, dass es eigentlich automatisch jedem Informationen liefern sollte (Art Newsletter), nicht jeder aber immer das möchte (Werbungscharakter). Vielleicht würde sich dies über eine Email Adresse, die er mit seinem Personalausweis erhält und worüber er die Informationen bekommt lösen. So hätte jeder Zugriff, ist aber von seinem privaten Leben getrennt.
Wichtig ist eine Wissensdatenbank samt Daten und auch den Prozessen und Services notwendig. Dabei ist es von Vorteil Wissenebenen und -tiefen zu integrieren.
Eine hohe Semantik in den Daten und Prozessen ist wichtig um die Feedback und Mitwirkungsrolle des Volkes zu ermöglichen, Wissen im Volk bilden zu können und um die Konstruktivität aufrecht erhalten zu können
Technisch offen, menschlich kooperativ und an tatsächlichen Bedarfen orientiert
Technischer Kern von Open Government sind frei austauschbare, plattform- und produktunabhängig nutzbare Datenformate, eine sichere Datenhaltung und benutzerfreundliche Zugänge zu den Daten. Menschlicherseits ist eine kooperative, einander respektierende Grundhaltung zentrale Bedingung. Die Entwicklung sollte sich m.E. mehr „bottom up“, also aus an der Basis vorhandenen Bedürfnissen heraus vollziehen.
Open Government Data darf nicht zu einer einseitigen Lastenverschiebung vom Steuerzahler als Finanzierer öffentlicher Daten zugunsten wirtschaftlich tätiger Unternehmen führen. Urheberrechte und Nutzungsbedingungen müssen klar geregelt werden. Die Ersteller nutzbarer Daten, häufig sind das die Kommunen, müssen finanziell und personell ausreichend ausgestattet werden, um die wachsenden Leistungen erbringen und um möglichst viele Daten für die Bürger frei zur Verfügung stellen zu können. Wichtig: Personalentwicklungspläne unter Berücksichtigung von sich ändernden Qualifikationen und sich in Qualtiät und Umfang weiterentwicklenden Arbeitsfeldern.
"Dings-Da" Version von Open-Government?
Hallo, gibt es zukünftig auch eine "Dings-Da" Version von Open Government? Ich habe das Eckpunktepapier überflogen und nun einen "Knoten im Hirn"! Vielleicht könnten Sie sich ein mal von Grundschulkindern beraten lassen und Komplexe Sachverhalte auf "Dings-Da" Niveau herunterbrechen. Nicht jeder politisch Interessierter Mensch ist Akademiker! Ich z. B. bin Handwerker. Heute haben zehn Kinder in meinem Garten gespielt und vor Freude laut Gejuchzt. Wenn Sie den Bürger für Politik (und Verwaltung) interssieren möchten, sollten auch noch zehn spielende Kinder nach dem lesen des Eckpunktepapiers und einem Besuch vom Rathaus und Bundestag vor Lebensfreude strotzen und : "Freudekreischend durch die öffentlichen Verwaltungen toben", oder eben einer "Open-Government Online-Plattform". Also, bitte eine Open-Government "Handicap-Version" für Nichtakademiker. Danke.
Einfacher ohne Mehraufwand
Von den drei Hauptbegriffen: "Transparenz, Teilhabe und Zusammenarbeit" erscheint die Transparenz als der Kern von Open Government. Alle gefällten Entscheidungen sollten einfacher nachzuvollziehen sein.
Bei der Teilhabe und Zusammenarbeit erhoffe ich mir ein System, dass auch ohne meine Beteiligung läuft, aber dennoch jederzeit offen ist für meine aktive oder passive Teilhabe.
Mit neuer Haltung und umgedrehtem Prinzip
Die Umkehrung eines Prinzips: Bisher wird Verwaltungshandeln grundsätzlich mit Amtsverschwiegenheit belegt, außer einige benannte Ausnahmen. Künftig wäre Verwaltungshandel grundsätzlich offen und zugänglich, außer einige klar bestimmte Ausnahmen.
Eine neue Haltung: Die Beschäftigten in öffentlichen Verwaltungen müssten sich unmittelbar der Bevölkerung und der Öffentlichkeit verpflichtet fühlen und nicht vorrangig von Weisungen aus der Hierarchie abhängig sein. Das erfordert selbst erarbeitete Souveränität, die im Wechselspiel mit auch institutionell gewährten Spielräumen richtig wirken kann. Angst vor falschen Entscheidungen durch eigenständiges Handeln müsste abgebaut werden.
So ein Wandel dauert natürlich und wird kaum allein durch zentrale Strategien herbeigeführt.
Der Kern von Open Government
Für mich ist der Kern von Open Government aus der deutschen Übersetzung klar ersichtlich: "Offene Verwaltung/Regierung". Und dies bedeutet mehr Information, mehr Offenlegung von Daten (kostenlos und bei Notwendigkeit auch kostenpflichtig) und mehr Möglichkeiten in Diskussion mit den Beteiligten zu treten und an Entscheidungsprozessen mitzuwirken. Diese Transparenz und auch die Kollaboration bedeuten dabei für mich nicht, dass dies elektronisch erfolgen muss - sondern "open" bedeutet auch offen für alle und somit muss ich jedem eine Partizipationsmöglichkeit eröffnen. Dabei ist Datensicherheit ein absolut limitierender Faktor. Die Frage, die für mich noch offen ist: Wenn sich die Regierung/Verwaltung dem Bürger/Wirtschaft/.... öffnet, bleibt dann die andere Seite der Kommunikation anonym oder gibt es dann auch Open Citizen und Open Economy - denn was von dem Government gefordert wird sollte und/oder könnte auch eine generelle Forderung nach Sicherheit, Datensicherheit - aber auch Offenheit aller sein, denn wer Transparenz wünscht - sollte auch selbst Transparent sein.
nochmal Open Source
Wie bereits angesprochen, fehlt offensichtlich diese Komponente zumindest in den oberen Verwaltungsebenen (Bund, Länder). Als Kommune kämpfen wir derzeit mit docx- und xlsx-Dokumenten (wir setzen kein MSO ein) und erbitten immer wieder PDF-Formate (an odt oder ods ist definitiv nicht zu denken). Ein Kern von Open Government ist definitiv (wie bereits vom IT-Rat vor Jahren festgestellt) der Einsatz von offenen Formaten; was nützen mir Formate, die ich nur mit kostenpflichtiger Closed-Source-Software ordentlich lesen und/oder bearbeiten kann?
@Alibi-Partizipation? @Wieso erst jetzt?
Hallo, diese Kommentare (Verwunderung über späte Konsultation, Zweifel an Relevanz der Konsultation) beziehen sich eher auf dieses Konsultationsverfahren selbst. Deswegen habe ich dazu eine Antwort in unserem Meta-Forum "Lob & Kritik" geschrieben: https://www.zebralog.de/opengov/lob_und_kritik
Danke fürs kritische Verfolgen der Konsultation -- Matthias Trénel (Moderation)
Open source
Warum ist open source nicht berücksichtigt?
Alibi-Partizipation?
Warum gelangt das nicht bereits in der Genese in einen öffentlichen Diskussionsprozess, warum erst im Sommer 2012? Was geschah in den letzten 9 Monaten inhaltlich? Wer hat wann was autorisiert?
Open goverment
Bemerkenswert ist was fehlt: Open Source zum Beispiel steht vollkommen draussen. Offene Formate zum Datenaustausch mit den Behörden werden nicht gefordert.
Als Lösungsansatz ist nur dieses zentrale Portal suggeriert. Wer braucht so etwas überhaupt?
Wieso erst jetzt?
Stand 6.9.2011 sagt das Dokument, jetzt ist der 5.6.2012, was ist in diesem halben Jahr passiert? Wieso wurde das Papier nicht früher öffentlich gemacht, warum findet die Konsultation erst jetzt statt?